Checkliste Schiffsbeteiligungen
Meist haben unerfahrene Anleger Schwierigkeiten die Qualität von Schiffsfonds einzuschätzen. Allerdings sollte man sich nicht nur auf die blumige Beschreibung des Vermittlers verlassen, der in erster Linie an seine Provision denkt. Anhand der Checkliste, die wir Ihnen hier präsentieren, können Sie sich selber ein aussagekräftiges Bild vor einem Investment in eine Schiffsbeteiligung erarbeiten. Sie sollten die Fragen auf der Checkliste mit Hilfe des Emissionsprospekts und weiteren Informationsquellen systematisch durcharbeiten. Anhand ihrer Antworten können Sie dann besser als vorher einschätzen, ob es sich um ein gutes Angebot handelt oder ob hier eher Schönrechnerei im Spiel ist.
Checkliste zur Beurteilung von Schiffsbeteiligungen
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Allgemeine Tipps:
- Eignen Sie sich zunächst ein Basiswissen über Schiffsbeteiligungen an.
- Lesen Sie den Emissionsprospekt!
- Behalten Sie im Hinterkopf: Alle genannten Renditen sind nur Prognosen, die nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten.
- Vermeiden Sie eine Kreditfinanzierung Ihrer Beteiligung. Dies ist nur sinnvoll, wenn Sie über ausreichend finanzielle Reserven verfügen und es Ihnen hauptsächlich um Steuervorteile geht.
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Fragen zum Schiff:
- Handelt es sich um einen gängigen Schiffstyp oder um ein Spezialschiff (Feeder, Kühlschiff, etc.)?
- Verfügt das Schiff über eine gute Ausstattung (Ladekräne, Kühlcontainer, ...)?
- Entspricht die Konstruktion den internationalen Sicherheitsbestimmungen?
- Ist das Schiff in verschiedenen Fahrtgebieten und mit unterschiedlicher Beladung einsetzbar?
- Ist der Kaufpreis realistisch? (Vergleich des Preises pro TEU mit anderen Angeboten)
- Bei gebrauchten Schiffen: Welches Baujahr? (wichtig für die Werthaltigkeit des Schiffes)
- Ist der geplante Wiederveräußerungswert nicht zu hoch angesetzt?
- Wie groß ist die Werft, in der das Schiff gebaut wird? Verfügt sie über ausreichend technisches Know-How? Ist die pünktliche Ablieferung sichergestellt?
- Wie gut ist die Bonität von Reeder und Charterer?
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Fragen zur Kalkulation:
- Wie hoch ist die Charterrate pro TEU? (Marktgerecht?)
- Wie lange ist diese Charterrate garantiert?
- Ist die kalkulierte Anschlusscharterrate realistisch?
- Sind die Betriebskosten großzügig kalkuliert?
- Wie sieht es mit dem Währungsrisiko aus?
- Ist das Fremdwährungsniveau während der Bauphase abgesichert?
- Ist das Fremdwährungsniveau während der Betriebsphase eine kalkulierte Größe oder ist es abgesichert?
- Ist die Tonnagebesteuerung möglich und angestrebt?
- Gibt es ein Worst-Case-Szenario? Rechnen Sie nach was passiert, wenn sich die Marktlage verschlechtert! (z. B: Charterrate -15% und Betriebskosten +30%)
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Fragen zur Beteiligung:
- Wie hoch ist das Agio? (üblich sind 5%, manchmal auch 3%, manchmal verzichten Vermittler komplett auf das Agio)
- Wie hoch sind die Kosten für Bereederung und sonstige Dienstleistungen?
- Baut die Beteiligung auf Substanzmehrung anstatt auf Verlustzuweisungen auf?
- Wie gut ist die Leistungsbilanz des Initiators? Waren die Vorhersagen in der Vergangenheit zutreffend?
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Fragen zum Emissionshaus:
- Ist das Emissionshaus unabhängig von Banken, Werften und Reedereien?
- Hat das Management-Team Kompetenz und Erfahrung?
- Arbeitet das Emissionshaus mit anerkannten Partnern und Gesellschaftern zusammen?
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Fragen zu Ihren persönlichen Anlagezielen:
- Entspricht solch ein langfristiges Engagement Ihrem Planungshorizont?
- Sind Sie bereit, das unternehmerische Risiko als Mitunternehmer zu tragen?

