Containerschiffe
Inhalt
1. Überblick
2. Der Markt für Containerschiffe
Überblick
Containerschiffe sind für den Transport von international standardisierten Containern gebaut. Die Schiffskonstruktion ist so ausgelegt, dass bei der Beladung mit Containern der Raum optimal genutzt wird. Die Ladekapazität von Containerschiffen wird durch die Anzahl der 20-Fuß-Container angegeben, die geladen werden können. 20-Fuß Container, auch TEUs (Twenty-foot Equivalent Units) genannt, haben eine Länge von 20 feet, eine Breite von 8 feet und eine Höhe von 8 feet und 6 inch. Üblich sind auch 40-Fuß-Container (FEUs - Fourty-foot Equivalent Units), 45-Fuß-Container sowie Flat-Racks und Open-Top-Container für sehr große und schwere Güter. Innerhalb der USA kommen sogar schon 53-Fuß-Container zum Einsatz, da dort längere Sattelzüge als in Europa zulässig sind.
Große Containerschiffe verfügen über kein eigenes Ladegeschirr. Der Ladevorgang kann daher nur in Häfen mit Containerbrücken an Containerterminals erfolgen. Kleinere Containerschiffe bis 3400 TEU verfügen teilweise über eigene Ladekräne.
Das zur Zeit größte Containerschiff kann 13.000 TEU transportieren und trägt den Namen Emma Mærsk. Es gehört der Reederei Mærsk Line. Es ist 398 m lang und hat eine Breite von 56,40 m sowie einen Maximaltiefgang von 15,50 m. Bis zu 9 Containerlagen können im Rumpf des Schiffes, und max. neun Lagen an Deck übereinander gestapelt werden.
Der Markt für Containerschiffe
Ein derzeit sehr interessantes Segment im Containerschiff-Bereich ist der Markt für die so genannten Feederschiffe. Feederschiffe sind kleinere Containerschiffe, die als Zubringer für die Container-Riesen dienen. Für diese ist es aufgrund ihrer Größe zum Teil unmöglich kleinere Häfen anzulaufen und anderererseits auch unwirtschaftlich. Hier bilden die Feederschiffe die Brücke. Sie nehmen die Ladung der Container-Riesen in den großen Terminals entgegen und verteilen sie auf die kleineren Häfen weiter. Die Anzahl der Riesen-Containerschiffe jenseits von 10.000 TEU ist in den letzten Jahren stark gestiegen und damit auch der Bedarf an Feederschiffen. Es wurde jedoch versäumt ausreichend in den Markt für Feederschiffe zu investieren. Daher klafft eine große Schere zwischen diesen beiden Märkten. Auch derzeit sind in den Orderbüchern für Neubauten nur sehr wenig Feederschiffe zu finden. Daher wird sich die Lücke noch weiter vergrößern. Das spricht dafür, dass mit Feederschiffen auch langfristig noch sehr gute Charterraten zu erzielen sein werden.

