Häufige Fragen zum Thema Schiffsbeteiligungen
In dieser Rubrik haben wir Fragen aus dem Bereich Schiffsbeteiligungen und Schiffsfonds aufgelistet, die immer wieder auftauchen. Wir sind bemüht diese Rubrik ständig zu erweitern. Daher würden wir uns freuen, wenn sie uns Ihre Fragen per E-Mail zusenden.
Häufige Fragen
Warum sollte man sich in das Handelsregister eintragen lassen?
Was kostet die Beglaubigung einer Handelsregistervollmacht?
Kann man die Notargebühren als Sonderbetriebsausgaben geltend machen?
Was ist die Tonnagesteuer?
Welche Bedeutung hat der so genannte "Fallenstellerparagraph" § 2b EStG?
Wie lange werden Containerschiffe abgeschrieben?
Was ist ein Einnahmepool?
Warum sollte man sich in das Handelsregister eintragen lassen?
Bei einer Schiffsbeteiligungsgesellschaft sind in der Regel jährliche Barauszahlungen auf das Kommanditkapital vorgesehen. Diese Auszahlungen gelten als Entnahmen von Liquiditätsüberschüssen, wenn Sie vor Ablauf des Kalenderjahres, in dem Sie die erste Barauszahlung erhalten, als Kommanditist im Handelsregister eingetragen sind. In diesem Fall
sind die Auszahlungen steuerfrei. Die Eintragung ins Handelsregister ist also notwendig um
die Besteuerung der Ausschüttungen zu vermeiden.
Was kostet die Beglaubigung einer Handelsregistervollmacht?
Die Notargebühren für eine Beglaubigung betragen gem. § 45 I KostO ein Viertel einer vollen Gebühr. Die volle Gebühr richtet sich nach dem Wert, der in der Handelsregistervollmacht angegeben ist, und darf höchstens € 130,- zuzüglich Auslagen und Umsatzsteuer betragen.
Kann man die Notargebühren als Sonderbetriebsausgaben geltend machen?
Notargebühren gelten als Sonderbetriebsausgaben. Sonderbetriebsausgaben können jedoch nur dann geltend gemacht werden, wenn das Schiff nicht nach der Tonnagesteuer veranlagt wird.
Was ist die Tonnagesteuer?
Die Tonnagesteuer ist eine pauschale Gewinnermittlung, die von der Größe des Schiffes abhängig ist. Das tatsächlich erzielte wirtschaftliche Ergebnis spielt für die Besteuerung dabei keine Rolle. Schifffahrtsgesellschaften, die Handelsschiffe im internationalen Verkehr betreiben, können diese Art der pauschalen Gewinnermittlung wählen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Bei Wahl der Tonnagesteuer ist die Gesellschaft für zunächst 10 Jahre daran gebunden. Danach ist ein Wechsel des Steuermodells möglich. Die Tonnagesteuer ist im Vergleich zu den Erträgen sehr gering, so dass der einzelne Anleger faktisch so gut wie keine Steuern auf seine Erträge zahlt.
Welche Bedeutung hat der so genannte "Fallenstellerparagraph" § 2b EStG?
Nach dem im März 1999 eingeführten §2b EStG, können Verluste aus so genannten Verlustzuweisungsgesellschaften nur noch mit Gewinnen aus gleichartigen Gesellschaften verrechnet werden. Das Finanzamt prüft das Vorliegen einer Verlustzuweisungsgesellschaft dann nicht, wenn nach der Ergebnisvorschau das Verhältnis der kumulierten Verluste zur Höhe des gezeichneten und aufzubringenden Kapitals zuzüglich Agio die 50 % Grenze (Nichtaufgriffsgrenze) nicht übersteigt.
Wie lange werden Containerschiffe abgeschrieben?
Nach den branchenspezifischen Abschreibungstabellen dürfen Seeschiffe über 12 Jahre abgeschrieben werden. Allerdings wird seit 2001 von Finanzverwaltung und Fachleuten die Meinung vertreten, dass die Abschreibungsdauer für Schiffe in Beteiligungsgesellschaften mit dem Betriebskonzept der Beteiligungsgesellschaft gleichzusetzen ist. Das heißt, dass sich damit die Abschreibungsdauer für Beteiligungsschiffe auf 15 bzw. 16 Jahre verlängert.
Was ist ein Einnahmepool?
Einnahmepooling ist die Zusammenfassung der Einnahmen mehrerer vergleichbarer Schiffe. Die Einnahmen der am Pool teilnehmenden Schiffe werden durch die Anzahl der Schiffe geteilt. Hierdurch ergibt sich eine Verringerung des Risikos und eine kontinuierlichere Wertentwicklung gegenüber dem Einzelrisiko ohne Einnahmepooling.

