Banken reißen sich ums Schiffsfinanzierungsgeschäft
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Im Schiffsfinanzierungsgeschäft weht ein rauer Wind. Trotz des weltweiten Neubaubooms wird der Markt eng. Immer mehr Banken drängen in die lukrative Finanzierung von Schiffen und Schiffsfonds. Als weltweit größter Schiffsfinanzierer hat die HSH-Nordbank im Jahr 2006 die Konkurrenz zu spüren bekommen. Das Finanzierungsvolumen stieg zwar auf 10 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr mit 7,3 Milliarden. Der gesamte Finanzierungsumfang im Bereich Schiffsfinanzierungen sank jedoch von 261 auf 248 Milliarden. Der Zinsüberschuss der HSH-Nordbank stieg um sieben Mio. EUR auf 297 Mio. EUR. Jedoch sank die Eigenkapitalrendite von 20,1% auf 17,5%.
Das Kreditinstitut finanziert vor allem Containerschiffe, Öltanker sowie Massengutfrachter. Mittlerweile gewinnt auch die Finanzierung von Nischenprodukten wie Flüssiggastankern und Offshore-Geschäften an Bedeutung. Die Bank hat unter anderem für die Silja Reederei die Übernahme der estnischen Tallink-Group finanziert. Das Geschäft hatte einen Umfang von 350 Mio. EUR. Im Offshorebereich finanzierte die Nordbank 175 Mio. $ für 7 Versorgungsschiffe und 2 Spezialschiffe, wobei ein Teil der Finanzierung über ein Bankenkonsortium mit mehreren internationalen Banken abgewickelt wurde. Von Kundenseite werden neuerdings vermehrt neuartige Finanzinnovationen etwa zur Absicherung von Ölpreisschwankungen nachgefragt. Zukünftig will sich die Bank stärker als bisher auch an Konsortialgeschäften beteiligen.
Das Portfolio der Bank beinhaltet Kredite für 2.600 Schiffe mit einem Gesamtkreditvolumen von 30 Mrd. EUR. Die Bank setzt auf eine umfassende Beratung ihrer Kunden im Bereich Schifffahrt. Die HSH-Nordbank hat eine Bilanzsumme von 190 Mrd. EUR und beschäftigt 4.400 Mitarbeiter.
Schlagwörter: Banken, Finanzierung, HSH-Nordbank, Schiffe, Schiffsfonds
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