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Bauunternehmen Hochtief plant Einstieg in Hafenbetrieb

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Hochtief, das größte Bauunternehmen von Deutschland, soll Interesse an einer Beteiligung im Hafenbetreibergeschäft haben. Der Konzern wird als potentieller Erwerber der zum Verkauf stehenden Minderheitsbeteiligung an der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gehandelt. Einen offiziellen Kommentar von Seiten des Unternehmens gab es dazu aber noch nicht, jedoch ließ eine Sprecherin verlauten, dass Hochtief jeder Zeit an interessanten Projekten im Bereich Infrastruktur interessiert sei und Häfen zähle man durchaus dazu.

Bisher hat Hochtief allerdings noch keine Erfahrung, was den Betrieb eines Hafens angeht. Das Bauunternehmen ist in der Welt eher als Betreiber von Mautverkehrswegen wie Brücken, Tunneln und Autobahnen bekannt, aber auch mit der Organisation und dem Management von Flughäfen, wie beispielsweise auch dem Hamburg Airport, beschäftigt man sich schon seit einiger Zeit.

Bilfinger Berger, die Konkurrenz aus der Baubranche, äußerte sich dagegen deutlich zu Gerüchten über ein mögliches HHLA Interesse. Bilfinger sei nicht Hafenbetreiber, allerdings habe die Firma natürlich großes Interesse an Bauaufträgen für Häfen, wie beispielsweise im Falle des in Planung befindlichen Projekts in Wilhelmshaven, wo ein neuer Tiefwasserhafen entstehen soll, mit einem Auftragsvolumen von etwa 1 Milliarde Euro. Zur Zeit sind sie zusammen mit Hochtief bereits am Ausbau von Hafenanlagen in Bremen für insgesamt 250 Millionen Euro sowie einigen kleineren Arbeiten im Hafen in Hamburg beteiligt.

Während Bilfinger Berger alles in allem im Hafenbau bisher aber eher wenig aktiv war, zählt Hochtief dagegen schon jetzt mit zu den größten Hafenbauunternehmen in der Welt. Aktuelle Aufträge mit einem Volumen von jeweils etwa 100 Millionen Euro sind zum Beispiel der Bau eines Containerterminals im Hafen von Danzig sowie eines Tiefseehafens in Südafrika, Ngqura. Hinzu kommen 21 Bauvorhaben im Hamburger Hafen, die der Konzern aus Essen dort bisher begleitet hat. Und die in der Hansestadt geplante Hafenerweiterung für 1,2 Milliarden Euro würde das Unternehmen genau wie der Konkurrent Bilfinger natürlich ebenfalls gerne übernehmen.

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