Buchempfehlung: Schiffsbeteiligungen. Unter Aspekten der Renditeorientierung
Wir präsentieren Ihnen hier ein interessantes Buch zum Thema Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen von Markus Volk:
Schiffsbeteiligungen. Unter Aspekten der Renditeorientierung
Schiffsbeteiligungen sind eine Anlageklasse bei der die steuerlichen Aspekte eine große Rolle spielen. Die Renditen nach Steuern sind relativ unabhängig vom Spitzensteuersatz, da die Gewinne im Rahmen der Tonnagebesteuerung pauschal nach der Schiffsgröße festgesetzt werden. Daher sind Schiffsbeteiligungen insbesondere für Anleger mit einer hohen steuerlichen Belastung. Bei dem Vergleich der Renditen nach Steuern ist auch die Risikopräferenz des Kapitalanlegers von Bedeutung. DIe Zielrendite ist immer mit dem Risiko der Schiffsbeteiligung korreliert. Für Kapitalanleger, die besonders risikoscheu sind, sind Schiffsbeteiligungen eher nicht geeignet. Die lange Laufzeit bei einer Schiffsbeteiligung und die hohen Anlagesummen schränken die Zielgruppe der Kapitalanleger weiter ein. Schiffsbeteiligungen sind vom Charakter her als Beteiligungen am Eigenkapital eines Unternehmen zu sehen. Jedoch greifen bei Schiffsbeteiligungen nicht die umfangreichen gesetzlichen Schutzvorschriften, die für Aktien gelten. Daher sind Schiffsbeteiligungen eine Anlage mit hohem Risiko.
Für Kapitalanleger mit geringer Steuerbelastung sind Schiffsbeteiligungen scheinbar derzeit wenig reizvoll. Jedoch ist die Kapitalanlage in Schiffsbeteiligungen ist durch die Abkehr vom Verlustzuweisungsmodell hin zu Renditeorientierten auf einem guten Weg zukünftig auch für Anleger mit kleinerem Einkommen interessant zu werden. Die Verpflichtung zur Genehmigung der Verkaufsprospekte durch die BaFin bringt mehr Transparenz in den Markt der Schiffsbeteiligungen und ermöglicht dem Anleger eine bessere Risikoeinschätzung. Jedoch ist die Problematik eines vorzeitigen Ausstiegs aus einer Schiffsbeteiligung trotz der sich mittlerweile entwickelnden Zweitmärkte noch immer eine bedeutsames Thema. Das starke Wachstum der Zweitmärkte für Schiffsbeteiligungen ist natürlich positiv, jedoch wird ein weiterhin starkes Wachstum nötig sein, um in der Zukunft eine Liquidität zu erreichen, durch die gewährleistet ist, dass ein Ausstieg aus einem Schiffsfonds vor Laufzeitende jederzeit und ohne große Bewertungsabschläge möglich ist. Für den Einstieg in “second hand” Schiffsbeteiligungen dagegen erscheinen die Zweitmärkte bereits jetzt interessant. Es befinden sich jedoch noch eine Menge an Schiffsbeteiligungen, die auf alten Verlustzuweisungsmodellen basieren im Zweitmarkt. Beim Erwerb einer gebrauchten Schiffsbeteiligung ist daher eine hohe Sachkenntnis auf Käuferseite gefragt. Also ist ein Einstieg in Schiffsbeteiligungen über den Zweitmarkt, um z. B. eine kürzere Laufzeit oder höhere Renditen zu erreichen, nur für erfahrene Kapitalanleger geeignet.

