Container-Logistik - Ein Puzzlespiel
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Das Beladen von Containerschiffen ist heute eine Herausforderung für sich. Wo muss welcher Container stehen? Bei den heutigen Umschlagsmengen an Containern geht das nur noch mithilfe des Computers. Das Computerterminal Altenwerder in Hamburg, gilt als eines der modernsten Terminals der Welt. Im letzten Jahr wurden hier mehr als 2 Millionen Container umgeschlagen.
Die Arbeit am Computer in diesem Terminal erinnert an das bekannte Spiel Tetris spielen: Container auf Container, über- und nebeneinander, möglichst in derselben Farbe.
Die Reedereien liefern an das Terminal die Daten, wieviele und welche Container an Bord des Schiffes geladen und gelöscht werden müssen. Beim Laden von Containern muss mit den Containern begonnen werden, deren Bestimmungsort der letzte Hafen auf der Route ist. Diese Container kommen nach unten. Dadurch wird unnötiges umstapeln vermieden. Da Zeit Geld ist, muss das Be- und Entladen der Container immer so schnell wie möglich gehen.
Allerdings gibt es noch eine Menge weitere Restriktionen, die beim Verladen der Container unbedingt beachtet werden müssen. Bei Tausenden Containern, die alle unterschiedliches Gewicht haben, muss bei der Beladung darauf geachtet werden, dass
das Containerschiff stabil auf dem Wasser liegt. Schwere Container müssen wenn möglich weit unten gestaut werden, leichtere Container können nach oben. Ein Stapel von Containern, darf nicht mehr als 160 Tonnen wiegen, da dass das maximale Gewicht ist, das der unterste Container aushält. Ein vollgepackter Standardcontainer kann immerhin bis zu 24 Tonnen wiegen.
Es gibt fast nichts, was nicht in Container verpackt werden kann. Obst, Fleisch, Rohstoffe, Produkte aus China - alles geht in die Container. Manche Container enthalten Millionenwerte. Doch es kommt immer wieder vor, das Container ins Meer fallen.
Bis zu 10000 Container pro Jahr werden Opfer der See. Schwere See kann ausreichen, damit ein Container über Bord geht. Teuer wird es dann für die Versicherung. Aber Angesichts der Millionen von Containern, die jährlich transportiert werden, sind 10000 Container eine zu vernachlässigende Menge. Aber die über Bord gegangenen Container und ihr Inhalt können die Umwelt belasten und gefährden die Schifffahrt, wenn sie auf den Schifffahrtsrouten treiben.
Je größer das Containerschiff, desto höher das Risiko eines Containerverlusts. Die Containerriesen sind so gepackt, dass sie sehr stabil im Wasser liegen. Bei schwerer See kommt es beim seitlichen Schaukeln dadurch hin und wieder zu abrupten Bewegungen, bei denen Container über Bord gehen können. Daher muss bei der Stauung der Container für eine gewisse künstliche Instabilität gesorgt werden, indem z. B. ab und zu ein schwerer Container nach oben gepackt wird. Es wird derzeit intensive Forschung zu den Ursachen und zur Vermeidung von Containerverlusten betrieben.
Schlagwörter: Container, Containerschiffe, Hamburg, Terminal
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