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Die Welt passt in ein Schiff

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Globalisierung und Welthandel lassen die Schiffe immer weiter anwachsen: Neue Containerriesen können heute schon mehr als 10.000 Standardcontainer über den Ozean transportieren. Die Häfen und Reedereien hätten Bedarf für noch mehr Kapazitäten.

Anfang 2006 übergab die südkoreanische Hyundai-Werft die Cosco Guangzhou an die chinesische Reederei Cosco. Das Containerschiff hat eine Länge von 350 Meter und bietet Platz für 9449 Container. Im ersten Halbjahr 2006 war es das weltweit größte Containerschiff. Es vergangen keine fünf Monate bis die Samsung-Werft das Containerschiff Xin Los Angeles auslieferte, mit Platz für 9580 Container. Im August präsentierte dann dänische Reederei Maersk Line ihr neues Containerschiff Emma Maersk. Die Emma Maersk wurde in der eigenden Werft der Maersk Line in Odense gebaut. Das Containerschiff ist 400 Meter lang und über 56 Meter breit und hält damit aktuell den Rekord für das größte Containerschiff der Welt. Die Maersk Line gibt zwar die genaue Anzahl der Container, die das Containerschiff laden kann, nicht bekannt, jedoch wird geschätzt, dass der Containerriese mehr als 13000 Standardcontainer fasst. Manche Experten reden sogar von 14500 Containern. Allerdings hat Größe bei Containerschiffen nicht nur Vorteile. Ab einer gewissen Größe der Schiffe können nur noch bestimmte Häfen angelaufen werden und die Flexibilität ist daher eingeschränkt. Für die Emma Maersk dürfte es derzeit nur ca. ein Dutzend Anlaufstellen geben.

Seitdem die Container Ende der sechziger Jahre Einzug hielten sind die Schiffe enorm gewachsen. Anfangs galt ein Containerschiff mit mehr als 1000 Boxen als Riese. Anfang der 80er Jahre lag die Marke für große Containerschiffe bei 3000 TEU (Twenty eight foot equivalent units), und in den 90er Jahren schon bei 4500 TEU. In der Theorie wurde von den Konstruktionsabteiligungen schon 18000 TEU Containerschiffe simuliert. Noch halten sich die Reedereien hier mit der ersten Bestellung zurück.

Bei einem Tiefgang jenseits von 14,5 Metern wird es für Schiffe schwierig den Hamburger Hafen anzulaufen. Die großen Containerschiffe fahren heutzutage oft nur halb beladen in die Hansestadt Hamburg. Über eine weitere Elbvertiefung wird derzeit zwischen Reedern und Umweltschützern gestritten. Debatten über den Ausbau von Häfen und Kanälen werden weltweit geführt. Der globale Handel boomt und die Schiffe sind die Lastenträger, die die Güter aus den hintersten Ecken der Welt transportieren.

Die Beförderung eines Container ist inzwischen besonders preisgünstig. Vor allem in Richtung Fernost, wo die Schiffe häufig leer fahren, kostet die Beförderung eines Standardcontainers zwischen 50 und 100 $. Auf dem umgekehrten Weg werden allerdings Preise bis zu 1000 $ gezahlt. Zu den Frachtkosten auch noch die Hafen- und Terminalgebühren dazugerechnet werden. Trotzdem ist der Import von einem Kilo Bananen auf dem Seeweg günstiger als die Beförderung per LKW von Hamburg nach München.

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