Hermann Ebel
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Hermann Ebels Schiffe fahren auf allen Weltmeeren. Der Kaufmann Ebel aus der Heide begann mit Schiffsfinanzierungsmodellen und wurde später zum größten Reeder Deutschlands. Daneben ist Ebel auch Traumschiffeigner. Er ist einer der Leute, die am stärksten von der Globalisierung profitieren. Zurzeit läßt sich nirgendwo so viel Geld scheffeln, wie auf den Weltmeeren.
Vor kurzem hat Ebel zwei Tankschiffe in Südeuropa eingekauft. Günstig versteht sich. Aber mit Sicherheit ist das schwer zu sagen in der überdrehten Schifffahrtsbranche, wo sich derzeit alles rasant ändert. Die Branche kennt scheinbar nur die Richtung: Steil nach oben!
Die Globalisierung und der Boom in Asien macht den Transport zur See gefragt wie nie. Die Frachtraten und Charterraten steigen von einem Allzeithoch zum anderen. Containerschiffe und Tankschiffe werden zu Rekordpreisen wie beim Monopoly gehandelt. Paradiesische Zeit diejenigen, die ihre Geld mit der Reederei, dem Finanzieren von Schiffen, dem Verchartern und dem Schiffsbau verdienen. Hermann Ebel macht all dies gleichzeitig.
Der Hamburger Ebel gehört zu einer neuen Sorte von Reedern, die vor allem aus Deutschland kommen. Steuersparmodelle haben sie groß gemacht und inzwischen gehören sie zu den Herrschern der Weltmeere. Kein Land finanziert und hält mehr Containerschiffe als Deutschland. Allein Ebel betreibt eine Flotte von über sechzig Schiffen, die zum Teil Kapitalanleger und zum Teil ihm selbst gehören. Er nennt ein florierendes Emissionshaus für Schiffsbeteiligungen und Schiffsfonds sein Eigen. Er besitzt fast fünfzig Prozent der Anteile an einer chinesischen Werft und vier luxuriöse Kreuzfahrtschiffe.
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