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Institutionelle Investoren kaufen geschlossene Beteiligungen von Privaleuten

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Ab Ende März dieses Jahres können Leute, die in geschlossene Immobilienfonds investiert haben über einen Zweitmarkthandel an der Berliner Börse ihre Anteile vorzeitig verkaufen. Der Händler, die Zweitmarkt Plus AG makelt Schiffsbeteiligungen und Immobilienfonds.

Der Zweitmarkt für Immobilienfonds und Schiffsfonds gilt als wachstumsstark. Die institutionellen Investoren und auch Emittenten von speziellen Zweitmarktfonds suchen zunehmend händeringend nach Fondsanteilen. Die Nachfrage ist stark, daher kommt es darauf an die Privatleute auf der Angebotsseite zu aktivieren. Problem ist, dass bisher nur wenige Anteilseigener von geschlossenen Schiffsfonds oder Immobilienfonds wissen, dass die Fondsanteile auch vorzeitig veräußerbar sind. Das liegt daran, dass in den Prospekten geschlossener Fonds meist diese Möglichkeit nicht erwähnt wird, bzw. nur am Rande behandelt wird und dass die Anleger durch den Prospekt darauf hingewiesen werden, dass sie ihr Kapital mit der Unterzeichnung zwischen 10 und 15 Jahre lang binden. Es gibt jedoch schon seit einiger Zeit frei zugängliche Handelsplätze für Anteile an geschlossenen Fonds. Zu nennen ist hier die Fondbörse Deutschland in Hamburg. Außerdem betreiben einige Emissionshäuser den Zweitmarkthandel. Durch das wachsende Interesse der professionellen Anleger an den Privatbeteiligungen kommt eine Fantasie in den Zweitmarkt. Der derzeitige Umsatz von geschlossenen Fonds im Zweitmarkt liegt in Deutschland zwischen 300 und 400 Mio. Euro pro Jahr. Im Laufe der nächsten Jahre soll sich das Zweitmarkt-Volumen verzehnfachen, meinen Experten.

Im Gegensatz zu Aktien können die Fondsanteile natürlich noch nicht online gehandelt werden. da es sich bei Beteiligungen an geschlossenen Fonds um wesentlich komplexere und individuellere Objekte handelt, bei denen die Übertragungsverträge an den neuen Eigentümer nicht standardisiert sind. Die Verträge müssen in jedem Einzelfall mit dem Emissionshaus neu verhandelt werden. Der Verkauf eines Anteils eines geschlossenen Fonds auf dem Zweitmarkt ist von der Komplexität her eher vergleichbar mit dem Verkauf eines Gebrauchtwagens. Die Interessenten müssen ein Formular mit dem Kaufauftrag ausfüllen. Der Verkäufer muss für die Abwicklung des Geschäfts eine Gebühr in Höhe von 2,5 Prozent Gebühr an die Makler bezahlen. Der Verkaufsprozess dauert in der Regel mehrere Wochen. Manche Fondsanteile können nur mit der Zustimmung des Initiators verkauft werden, oder das Emissionshaus hat ein Vorkaufsrecht für die Anteile. Dadurch kann der Handel erschwert werden. Da Privatanleger den fairen Verkauspreis meist nur schwer einschätzen können, haben sie gegenüber den Aufkäufern die als Profis besseren Überblick über die Marktlage haben, einen Nachteil. Doch je höher die Liquidität ist (also je öfter Anteile dieses Fonds gehandelt werden), um so transparenter funktioniert die Preisbestimmung und es ergeben sich automatisch fairere Notierungen.

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