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Schiffsbeteiligungen in schwerem Seegang

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Die Umwidmung vom vom Steuersparobjekt zur renditeorientierten Anlage haben Schiffsbeteiligungen in den letzten drei Jahren relativ problemlos vollzogen, wohingegen z. B. Medienfonds durch die Begrenzung der Verlustzuweisungen komplett von der Bühne gefegt wurden. Schiffsbeteiligungen in Form von Schiffsfonds sind jedoch bei der Anlegerschaft weiterhin sehr beliebt.

Auch dieses Jahr sehen Vermittler im Mark der Schiffsbeteiligungen das größte Wachstumspotential. Es handelt sich immer noch um einen Anbietermarkt mit einem Nachfrageüberhang. Laut Scope haben Schiffsfonds im ersten Halbjahr 2007 Eigenkapital in Höhe von 1,2 Milliarden Euro eingesammelt und sind damit zu etwa 25% am Gesamtmarkt der geschlossenen Fonds beteiligt. Nur die Nachfrage nach geschlossenen Immobilienfonds war noch höher. Private Equity ist dagegen nach einem guten letzten Jahr wieder zurückgefallen.

Das schlagkräftigste Argument für die Anlage in Schiffsbeteiligungen ist der Verweis auf die Globalisierung und deren Folgen. Schiffsbeteiligungen sollten davon besonders profitieren, da der Transportweg zur See der günstigste ist. So die Argumentation der Verkaufsproskekte für Schiffsbeteiligungen. Hinzu kommt noch das Schmankerl der Tonnagebesteuerung. Für private Anleger sind Gewinne aus Schiffsbeteiligungen faktisch fast steuerfrei, da sich die Besteuerung pauschal an der Schiffsgröße orientiert. Auch das die Abgeltungssteuer ab 2009 die Schiffsfonds nicht betrifft ist ein zusätzliches Argument, dass bei sensiblen Steuersparanlegern zieht.

Jedoch müssen Gewinne mit Schiffsfonds erst einmal eingefahren werden, damit überhaupt Steuern gespart werden können. Bis Mitter der 90er Jahre war an Gewinne mit Schiffsfonds eigentlich gar nicht zu Denken. Verlustzuweisungen bis zu dreihundert Prozent der eingezahlten Summen waren möglich. Mit Halbierung der Verlustzuweisung auf 150% sahen viele Experten das Ende nahen. Durch Kombimodelle, die zusätzlich mit der Tonnagesteuer arbeiteten hielten sich die Initiatoren über Wasser. Es wurde schnell klar, dass man mit Schiffsbeteiligungen durchaus eine sehenswerte Nachsteuerrendite erwirtschaften konnte. 7 Prozent p. a. waren nicht unmöglich, obwohl hohe Vertriebsvergütungen die Erträge schmälerten. Somit lag man in der Nachsteuerrendite deutlich über den Bundesanleihen.

Allerdings wird gewarnt, dass es in Zukunft schwieriger werden könnte solche Renditen zu erzielen. Viele Faktoren kommen zusammen. Hohe Einstandspreise bei Schiffen, sinkende Frachtraten und ein katastrophaler Euro-Dollar Wechselkurs. Der Höhepunkt ist nach Expertenmeinungen bereits überschritten. Vor allem bei den Containerschiffen ist mit nachgebenden Erträgen zu rechnen.

Schmerzhaft ist besonders der schwache Dollar. Die Geschäfte werden in Dollar abgerechnet, jedoch hierzulande meist in Euro ausgezahlt. Dadurch schlägt sich der Kursverfall der amerikanischen Währung direkt auf die Rendite nieder. Zudem wirken die steigenden Betriebskosten negativ auf die Rendite ein. Besonders der hohe Ölpreis ist ein Problem. Die Charterraten können diese Negativ-Effekte nicht ausgleichen. Renditen von mehr als 6 bis 6,5 Prozent sind schwierig.

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