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Schiffsfonds - Betriebskosten rauf - Gewinne runter

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Ein sehr großer Anteil der weltweiten Handelsflotte, die sich zurzeit auf den Weltmeeren befindet, wurde von deutschen Kapitalanleger finanziert, in der Hoffnung auf satte Gewinn durch den Boom in der Transportbranche. Die beliebteste Anlageform für die Privatanleger waren dabei die Schiffsfonds. Doch inzwischen leiden die Schiffsfonds unter stark steigenden Kosten. Die Gewinne der Fonds gehen den Bach runter.

Die Schiffsbetriebskosten steigen. Besonders stark auf die Kosten wirken sich die höheren Preise für Schmierstoffe und der Anstieg der Löhne für Seeleute aus. Wenn dieser Kostendruck von den Schiffsfonds nicht durch bessere Charterabschlüsse kompensiert werden kann, so leidet die Liquidität. Das heißt, bei anhaltend hohen Kosten und stagnierenden Erträgen werden die Schiffsfonds in Zukunft weniger Geld an die Kapitalanleger ausschütten können.

Der Schiffsfonds MS “Cape Mondego” kann seinen Anlegern dieses Jahr nur die Hälfte der im Prospekt genannten 8 Prozent ausschütten. Vom Lloyd Flottenfonds VII bekamen die Anleger die Nachricht, dass erst im späteren Jahresverlauf über die Höhe der Ausschüttungen entschieden werden könne. Der Lloyd Flottenfonds und die MS “Cape Mondego” sind nicht die einzigen Schiffsfonds, die Probleme haben die Renditeziele zu halten. Viele andere Schiffsfonds haben ebenfalls angekündigt, dass sie ihre Auszahlungsprognosen aufgrund der höheren Betriebskosten nicht halten können, sagte der Schiffsfondsexperte Jürgen Dobert.

In den Verkaufsprospekten werden nicht selten hohe Renditen, die beispielsweise von 7 % p.a. zu Beginn der Laufzeit des Schiffsfonds auf bis zu 20% am Ende der Laufzeit ansteigen. Die Rechnungen die dahinter stehen sind im Prinzip auch plausibel. Der Warentransport auf See boomt und die Globalisierung forder immer mehr Kapazitäten. Obwohl die weltweite Schiffsflotte rasant wächst, steigen derzeit auch die Charterraten wieder.

Doch die Luft für Schiffsfonds wird zunehmend dünner. Wenn schon in einer Boomphase Probleme bei den Auszahlungen auftreten, dann ist dass ein Zeichen, dass nicht richtig kalkuliert wurde. Viele Anbieter wollten auf Teufel komm raus Schiffsfonds auf den Markt werfen um die Nachfrage zu bedienen. Bei vielen Fonds wurden jedoch die Schiffe zu teuer eingekauft. Der Kaufpreis des Schiffes ist jedoch ein immens wichtiger Faktor für den Erfolg eines Schiffsfonds.

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