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TUI baut Schulden ab - Schiffe und Hafenanlage verkauft

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Der Reiseveranstalter und Schifffahrtskonzern TUI wird von Verlusten geplagt. Zur Verringerung seiner Schulden hat er jetzt 7 Containerschiffe und eine Hafenanlage in Kanada / Montreal verkauft. Ziel von TUI ist es, seine Kreditverpflichtungen von derzeit 3,5 Mrd. EUR um ca. eine Mrd. EUR zu senken. Durch die Verkäufe der Containerschiffe und der Hafenanlage sinken die aktuellen Verbindlichkeiten um 620 Millionen Euro. Die Containerschiffe sind zum Jahresende an die HSH Nordbank veräußert worden. Es handelt sich um ein Sale and Lease Back Geschäft, d. h. die TUI-Reederei Hapag-Lloyd wird die Containerschiffe von der HSH Nordbank zurückmieten und weiterhin betreiben. Die Transaktion soll netto ca 320 Mio EUR einbringen. Laut TUI-Konzernchef Michael Frenzel, hat sich TUI auch von 80% an einer Hafenanlage im kanadischen Montreal getrennt. Hapag-Lloyd bleibt jedoch mit 20% an dem Terminal beteiligt und wird auch in der Zukunft der wichtigste Nutzer der Anlage sein, erläuterte TUI. Der Verkauf des Terminals brachte netto 300 Millionen Euro ein. Käufer soll eine Tochterfirma der Investmentbank Morgan Stanley sein.

In der Zukunft sollen außerdem Immobilien der TUI-Gruppe, z. B. Hotels, veräußert werden. Zum aktuellen Stand der Pläne hat sich das Unternehmen allerdings bisher nicht geäußert. Die TUI-Anleger haben erst einmal positiv auf die Mitteilungen reagiert. Die TUI-Aktie konnte ihreb Kursgewinn ausbauen und lag zeitweise fast 3% über dem Vortagesschluß bei knapp 19 EUR. Der Konzern aus Hannover steht besonders bei den Finanzinvestoren in der Kritik. Für das letzte Jahr wird TUI wahrscheinlich einen Verlust von bis zu einer Mrd. EUR bekannt geben. Dabei dürfte die Schifffahrts-Sparte aufgund niedriger Frachtpreise und hohen Betriebskosten nicht unwesentlich zum Verlust mit beitragen. Es wird mit bis zu 100 Millionen Euro Verlust im Bereich Schifffahrt gerechnet. Der größte Teil der Verluste dürfte allerdings aus Abschreibungen auf die Touristikbeteiligungen der Konzerns in Großbritannien und Frankreich stammen. Seit dem Ender der 90er Jahre hatte der TUI-Konzern sich mit Zukäüfen im Reisegeschäft massiv verschuldet, obwohl die Schulden zeitweilig wieder unter die 2 Mrd. Grenze gedrückt wurden. Durch die Übernahme der CP Ships stiegen die Schulden aber wieder stark an.

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