Übernahme von Germanischer Lloyd AG (GL) durch Bureau Veritas abgelehnt
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Nach dem vom französischen maritimen Dienstleister Bureau Veritas bekundeten Übernahmeinteresse, haben sich der Vorstand sowie der Aufsichtsrat von Germanischer Lloyd gegen eine feindliche Übernahme ausgesprochen. In einer Empfehlung an die Aktionäre sprach man von klar überwiegenden Risiken und einer Gefährdung zukünftiger Geschäftserfolge. Die für die Übernahme geplante Fremdfinanzierung würde einen sehr starken Kostendruck erzeugen, der unweigerlich zu strengen Sparprogrammen führen würde. Zusicherungen für Mitarbeiter oder bestehende Standorte enthielte das Angebot nicht.
Die Germanischer Lloyd AG beschäftigt zurzeit rund 3200 Mitarbeiter.
Das französische Unternehmen Bureau Veritas hatte den etwa 50 GL-Aktionären vor einigen Tagen das Übernahmeangebot vorgelegt, wobei Aufsichtsrat und Vorstand übergangen wurden. Der Betrieb ist mit ca. 1,6 Mrd. Euro Jahresumsatz rund vier Mal größer als Germanischer Lloyd, die Weltmarktführer bei der Klassifizierung und technischen Überprüfung von Containerschiffen sind. Das Hauptgeschäft von Bureau Veritas liegt mehr bei Fähren und Kreuzfahrtschiffen sowie Gastankern. Außerdem bieten sie noch in anderen Bereichen neben der Schifffahrt eine breite Palette an Dienstleistungen an.
Frank Piedelièvre, der Vorstandschef von Bureau Veritas sprach von einer Verlegung der Zentrale für den maritimen Bereich nach Hamburg, sollte die Übernahme erfolgreich abgewickelt werden.
Schlagwörter: Bureau Veritas, feindliche Übernahme, Germanischer Lloyd, maritime Dienstleister
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