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Wege für eine saubere Schifffahrt - Experten beraten über die Zukunft der Seehäfen

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Der Ausbau von Hafenanlagen für die Schifffahrt hat fast immer massive Eingriffe in Ökosysteme zur Folge. Es ist fast immer eine Gratwanderung die Interessen des Welthandels und des Umweltschutzes zusammenzubringen. Über dieses Thema beraten derzeit Teilnehmer eines internationalen Expertenforums in Bremen.

Die Seeschiffahrts-Häfen sind weltweit am wachsen. Sie legen sowohl in der Anzahl als auch in der Größe der einzelnen Anlagen zu. Die Leistungsfähigkeit und der Umschlag der Seehäfen steigt. Bis zum Jahr 2015 soll sich der Verkehr zu Wasser verdoppeln, sagt die europäische Organisation der Seehäfen voraus. Ähnliche Nachrichten werden auch von den Häfen in Übersee gemeldet.

Wie ist die Expansion von Seehäfen auf eine für die Umgebung schonende Weise möglich. Wie läßt sich vermeiden dass die Menschen in der Nachbarschaft der Häfen unter der Expansion leiden und dass die Natur der Küstenregionen Schaden nimmt? Dies sind wesentliche Fragen, die auf der Bremer Konferenz von knapp 50 internationalen Experten diskutiert werden. Sie haben sich in Bremen für drei Tage versammelt. Einfache und schnelle schnelle Antworten werden nicht erwarten. Der Organisator Martin Foth-Feldhusen hofft, das die Experten, durch gemeinsame Diskussion bessere Lösungen finden können. Der internationale Austausch hat auch das Ziel die “best practices”, die bereits zum Erfolg geführt auf einfache Weise zwischen den Hafenchefs zu kommunizieren.

Wenn Hafenanlagen erweitert werden, sind meist massive Eingriffe in die Ökosysteme an der Küste die Folge. Die Konsequenzen daraus sind z. B. Erosion oder Versandung der Küste, oder auch die Zerstörung der Lebensräume von Flora und Meeresfauna durch zunehmende Verschmutzungen und Belastungen der Umwelt. Eine nachhaltige Entwicklung eines Hafens stellt eine gro0e Herausforderung für den Betreiber dar. Zu den wichtigen Fragestellungen gehören der Flächenverbrauch der Häfen, die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt und die Tierwelt und auf dere Lebensräume. Weiterhin geht es um die Menschen, die mit den Häfen in Nachbarschaft leben und von Lärm und Abgasen betroffen. Auch ihre Interessen sollen berücksichtigt werden.
Sie leiden nicht nur unter Lärm- und Geruchsbelästigungen. Feinstaub und Ruß den die großen Frachtschiffe aus den Schornsteinen während der Liegezeit im Hafen emittieren stellen eine große Gefahr für die Anwohner der Hafenregionen dar. Vor allem die neuesten Riesen-Containerschiffe können ihre Schiffsdiesel nicht abstellen, da sie einen Menge Energie benötigen. Landstromversorgung ist bis heute in kaum einem Hafen ausreichend vorhanden.
Wenn Mega-Containerschiffe langestützt mit Strom versorgt werden, muss immer wieder festgestellt werden, dass die Stromnetze und die Spitzenkapazitäten die zur Versorgung stehen nicht ausreichen. Landgestützte Stromversorgung von Schiffen ist für sich genommen ein interessanter Ansatz zur Vermeidung von Ruß und Feinstaub-Emissionen, der aber auf kurze Sicht eher nicht realisiert werden kann. Um die Hafenluft sauberer zu machen, müssen die Schiffsdiesel mit höherwertigem Brennstoffen betrieben werden als bisher. Diesen Punkt können Hafenbetreiber jedoch nur wenig beeinflussen.

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